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Ersheimer Kapelle

Ort:69434 Hirschhorn
Ersheim ist weitaus älter als das Städtchen Hirschhorn. Im achten Jahrhundert wird der Ort erstmals urkundlich erwähnt und im 16. Jahrhundert aufgegeben. Bis dahin diente die Kirche St. Nazarius und St. Celsus auf der Neckarschleife gegenüber von Hirschhorn als Pfarrkirche für die Umgebung. Der heutige Kirchenbau steht an der Stelle von replicas relojesVorgängerbauten und stammt aus der Zeit der Hoch- und der Spätgotik. Der älteste Bauteil ist der quadratische Vorchor aus der Zeit um 1350. Das Kirchenschiff wurde 1464 erneuert, und der polygonale Chor entstand 1517. Von außen wirkt das aus Bruchsteinmauerwerk erbaute Kirchlein mit einem bescheidenen Dachreiter auf dem Vorchorjoch recht schlicht. Großzügiger in seinen Formen ist der etwas niedrigere Chorraum mit seinen Strebepfeilern und den großen Maßwerkfenstern. Der Innenraum dagegen ist ein bemerkenswertes Kleinod, besonders durch seine mittelalterlichen Wandmalereien. Im Kirchenschiff, einem Saal mit flacher Decke, ist an jeder Wand eine Reihe mit Heiligendarstellungen erhalten. Der Vorchor mit seinem Rippengewölbe ist nahezu vollständig mit Kalk-Seccomalerei ausgemalt. Im Gewölbe sind die Evangelistensymbole zu sehen. In den Bogenfeldern auf der Nord- und Südseite sitzen jeweils zwei Propheten, darunter sind die Apostel zu erkennen. Im Chorraum fällt das aufwendige Netzgewölbe mit den zahlreichen Wappen von Adelsgeschlechtern als Schlusssteine auf. Die Gewölberippen ruhen auf figürlich gestalteten Konsolen. An den Wänden stehen zahlreiche, zum Teil figürlich gestaltete Grabplatten von hoher Qualität, die an die hier bestatteten Personen erinnern. Dazu zählen die Herren von Hirschhorn und andere adelige Familien aus der Region wie auch angesehene Bürger von Hirschhorn. Von diesen Familien wurde die Kapelle mit großzügigen Stiftungen bedacht. Im Altar stehen Figuren der Kirchenpatrone. Außen, an der Nordseite des Kirchenschiffs, ist eine Nische mit einer Ölbergszene eingelassen, in dieser Form im 17. Jahrhundert aufgebaut. Die Figuren dagegen stammen aus dem frühen 16. Jahrhundert. Das Kirchlein ist seit alters her vom Friedhof umgeben. Auf der Nordseite steht die von Konrad von Hirschhorn 1412 gestiftete Totenleuchte aus Sandstein zum Totengedenken. Die Laterne mit spitzbogigen Öffnungen wird von einem Kruzifix bekrönt.