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Burg Hirschhorn

Lage:von der Treppenanlage der Karmeliterkirche (Klostergasse) zur Unteren Vorburg
Ort:69434 Hirschhorn
Träger:Land Hessen
Besichtigung:jederzeit

Die Burg erstreckt sich auf einem Bergsporn oberhalb des Städtchens. Mitte des 13. Jahrhunderts wurde hier die erste Befestigung errichtet, und der Burgherr nannte sich "von Hirschhorn". Bis zum Erlöschen dieses Geschlechts im frühen 17. Jahrhundert waren die "von Hirschhorn" gleichzeitig auch die Stadtherren. Anschließend diente die Burg verschiedenen Zwecken, heute als Hotel und Restaurant. Der Aus- und Umbau der Burganlage erfolgte schrittweise im Laufe der nächsten Jahrhunderte.

Um 1350 entstand die Kapelle im Palas. Die großzügigen Befestigungsmauern mit Türmen entstanden um 1400 unter Hans von Hirschhorn, dem Gründer der Karmeliterkirche. Nach einem Brand 1556 wurden Wiederherstellungsmaßnahmen im größeren Stil notwendig.

Die Burganlage ist weitgehend aus Sandstein erbaut. Den nördlichen Abschluss bildet der mittelalterliche Palas mit einem anschließenden Turm. Auf der Ostseite fügt sich ein weiterer Palas, auch Schloss oder Hatzfeldbau genannt, an, ein Putzbau in Formen der Renaissancezeit mit geschwungenen Giebeln, der auf älteren Grundmauern steht. Laut Inschrift wurde er von 1582-86 erbaut und beherrscht die Burganlage. Diese Kernburg wurde von einer noch bruchstückhaft erhaltenen inneren und äußeren Zwingeranlage mit mächtigen Schildmauern umgeben und zu Beginn des 15. Jahrhunderts dann großräumig von der Oberen Vorburg mit ihren hohen Wehrmauern und Türmen umschlossen.

Im Süden, wo der Bergsporn besonders eng ist, entstand das Torhaus, das gegen 1600 seine heutige Gestalt erhielt. Auf einem massiven Unterbau mit spitzbogiger Pforte sitzen zwei malerische Fachwerkhäuschen. Durch diesen Torbau gelangt man in die Untere Vorburg, die im Laufe des 16. Jahrhunderts angelegt wurde. Hier stehen die Wirtschaftsgebäude, die jetzt teilweise zu Wohnzwecken genutzt werden. Die Burg wurde in der Neuzeit niemals systematisch zerstört, und so sind die meisten Gebäude relativ gut erhalten. Man hat einen weitgehend unverfälschten Eindruck von einer ausgedehnten und großzügig ausgebauten Ritterburg an der Wende zur Neuzeit. Außerdem bietet sich von hier ein hervorragender Blick über das Städtchen und das Neckartal.