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Breuberg-Museum

Ort:64747 Breuberg-Neustadt
Weiter Infos unter:http://www.breuberg.de/burgfuehrung
Das Museum auf der Burg Breuberg wurde bereits in der Gründungszeit des Breuberg-Bundes, der auch heute noch dessen Träger ist, als Landschaftsmuseum ins Auge gefasst. Heimatkunde sollte einmal durch Vorträge und schriftliche Publikationen, zum anderen "anschaulich" durch die vorhandenen und weiter aus der Bevölkerung replica orologi zusammengetragenen Ausstellungsstücke erlebbar gemacht werden. Alte Handwerkskunst und Beiträge zur Volkskunde werden im Breuberg-Museum, das heißt in den historischen Räumen der Burg, gezeigt. Der Museumsbesuch ist mit einer Burgführung verknüpft, so dass die Besucher immer im Burgwart oder einem Mitarbeiter des Museums einen kompetenten Ansprechpartner haben. Die Abteilungen des Breuberg-Museums Dachgeschoss des Johann-Casimir-BausHier fällt zunächst ein mächtiges Balkengerüst auf. Es handelt sich um das "Sprengwerk", an dem zwei Stockwerke tiefer die Stuckdecke des "Rittersaals" aufgehängt ist. Die alten Turmuhren der ehemaligen Hainstädter Schule und der Höchster Kirche sind zu sehen, der Weg vom Flachs bis zum fertigen Leinen wird aufgezeigt, Werkstätten, wie die Perlmutt-Drechslerei, der Schneider, der Sattler, der Schuhmacher, der Zimmermann und der Holzdrechsler sowie Wirtshausschilder und andere Beispiele häuslicher Aktivitäten (Stricken, Backen) sind hier zu finden. RittersaalDer Rittersaal bietet den Besuchern eine höchst wertvolle Stuckdecke im späten Renaissance-Stil. Graf Johann Casimir von Erbach (1584-1627) hat dieses Haus als ein kleines Residenzgebäude 1613 (Inschrift über dem Portal) errichten und den Festsaal mit Bildern aus der antiken Mythologie ausstatten lassen. An der oberen Wandfläche ist ein Zug von griechischen und römischen Göttern dargestellt. Die Decke ist durch zwei Unterzüge dreigeteilt und enthält im Mittelfeld die Wappen der Ahnen des Hausherrn. Je drei große Medaillons mit Sagengestalten aus der Mythologie sind von vielen kleineren Einzelfiguren unterschiedlicher Aussage umgeben. Das besondere dieser Stuckdecke ist, dass bei den Figuren Arme, Beine und Köpfe oft vollplastisch gestaltet sind und wesentlich "lebendiger" wirken girls earrings als die üblichen flachen Reliefs. (Literatur: W. Becher/A. F. Wolfert: Die Stuckdecke im Rittersaal) Aus der Werkstatt des Rüstungsbauers Schneider aus Würzburg stammen die originalgetreuen Nachbildungen von Ritterrüstungen und Hieb- und Stichwaffen. Historische Fundstücke vom Breuberg, ein wertvoller Renaissance-Schrank und eine Sammlung von Zinngeschirr sowie Kopien von Urkunden und Münzen ergänzen die Ausstellung. Der MarstallIm Untergeschoss des Johann-Casimir-Baus befand sich ursprünglich der Pferdestall des Grafen. Die alte Pflasterung und das Portal sind noch vorhanden. Im Marstall befinden sich wertvolle Sandstein-Arbeiten (z.B. römischer Viergötterstein, gotischer Bildstock, ein Chronogrammstein aus der Renaissancezeit) als Teile des Lapidariums. Werkstätten mit Werkzeugen und Erzeugnissen des Küfers, des Wagners und des Schmiedes veranschaulichen besonders den Bezug zur Landwirtschaft. Das Wertheimer ZeughausHinter der Fassade des leider im vorigen Jahrhundert abgebrochenen Wertheimer Zeughauses konnte das Breuberg-Museum in Selbsthilfe und vor allem durch das Engagement der Breuberger Feuerwehren eine Halle errichten, in der Geräte (Pumpen, Spritzwagen, Uniformen usw.) des Brandschutzes aufgestellt sind. Diese Exponate werden regelmäßig von den Wehren der Breuberger Stadtteile gewartet und auch von diesen zu besonderen Zwecken (z.B. Festzügen) kurzfristig ausgeliehen. Im vorderen Teil der Halle sind einerseits die Kopien der Grabplatten von Eberhard III. von Breuberg, dessen Gattin Mechthild v. Waldeck und einem minderjährigen Kind aufgestellt. Die Originale stammen aus dem Kloster Konradshof bei Ortenberg, wo die Breuberger als Reichs-Landvögte dem Kaiser verpflichtet waren. Auf der anderen Seite und auch im Außenbereich der Halle werden historische Grenzsteine gezeigt, die ausnahmslos aus ihrem Standort herausgerissen und somit höchst diebstahlgefährdet waren. Die BrunnenhalleDie Brunnenhalle mit dem heute noch 85 m tiefen Brunnen und dem von Zimmermeister Fischer, Viernheim, rekonstruierten Laufrad ist in die Führung integriert und für die Besucher der Burg ein besonderes Erlebnis. Der Bergfried Der Bergfried (25 m hoch) mit seinem Buckelquader-Mauerwerk ist der älteste Baukörper der Burg Breuberg. Die Besteigung des Turmes bietet als "Lohn" einen eindrucksvollen Eindruck von der Größe der Burganlage und einen guten Fernblick über die ehemalige Herrschaft Breuberg und weit darüber hinaus (Taunus, Spessart, Neunkircher Höhe). Sonstige Räume des Breuberg-MuseumsDen Mitarbeitern des Arbeitskreises Breuberg-Museum stehen auf der "Schütt" noch eine Werkstatt und Magazinräume zur Verfügung. Das ehemalige Erbacher Zeughaus (zuletzt Scheune) soll noch Ausstellungsfläche werden, sobald notwendige Renovierungsarbeiten abgeschlossen sind und das Gebäude verkehrssicher ist.    replique montre orologi replica