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Einhardsbasilika

Ort:64720 Michelstadt
Die Einhardsbasilika am nördlichen Ortsrand von Steinbach gehört zu den wenigen gut erhaltenen Denkmälern karolingischer Baukunst in Deutschland. Einhard, Berater und Biograph Karls des Großen, erhielt von dessen Sohn, Ludwig dem Frommen, für seine Verdienste 815 die Mark Michelstadt als Geschenk. In der Absicht, seinen Lebensabend dort zu verbringen, erbaute er die Steinbacher Kirche, vollendet 827, und versah sie mit den Gebeinen der Heiligen Marcellinus und Petrus aus Rom. Merkwürdige Traumerscheinungen veranlassten ihn, die Reliquien in das heutige Seligenstadt zu bringen. Nach dem Tod Einhards 840 fiel die Mark Michelstadt an die Reichsabtei Lorsch, die in Steinbach ein Nebenkloster mit Benediktinern einrichtete. Unter dem Einfluss des Erzbischofs von Mainz wird 1232 die Probstei in ein Nonnenkloster umgewandelt, das bis zur Reformation 1535 bestand. Die nunmehr von den Grafen zu Erbach durch Kauf erworbene Basilika diente bis in den Dreißigjährigen Krieg hinein als Hospital und danach schließlich als Lagerraum. Dem fortschreitenden Verfall der Basilika begegnete man seit 1968 replique montre de luxe, nachdem das Gebäude in den Besitz des Landes Hessen übergegangen war. Wenige Meter südöstlich der Basilika steht ein kleines Steinmodell, das dem Besucher den von Einhard entworfenen, ursprünglichen Bau veranschaulicht. Das nördlich angrenzende Gartenland ist durch Stellsteine umschlossen und wurde früher so vor Schweinen und einbrechendem Wild geschützt.