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Veste Otzberg

Ort:64853 Otzberg-Hering
 Der Otzberg gehörte vermutlich zu dem Territorium, das König Pipin 766 dem Kloster Fulda zusammen mit Groß-Umstadt schenkte. Wechselnde Lehensherren übernahmen den strategisch wichtigen Ort, bis er schließlich 1390 zusammen mit der fuldischen Hälfte von Groß-Umstadt an Pfalzgraf Ruprecht d.Ä. verkauft wurde. Die Pfälzer hielten ihren Besitz über vierhundert Jahre. Unterbrochen wurde ihre Herrschaft von kurzfristigen Eroberungen und Besetzungen (durch Hessen von 1504 bis ca. 1507 und von 1622 bis 1648). Sie endete endgültig im Jahre 1803 mit der Übernahme des Amtes Otzberg durch Hessen-Darmstadt. Als planmäßige Festungsanlage erkennt man den annähernd ovalen Burghof, der umzogen wird von einer inneren Ringmauer, dem schmalen Zwinger, einer äußeren Ringmauer, Graben und Wall. Die innere Ringmauer hatte einen umlaufenden Wehrgang. Die tieferliegende äußere mit ihren mächtigen Strebepfeilern diente auch als Stützmauer. Früher gelangte man über eine Zugbrücke (Seilrollen und Zugbalken noch vorhanden) durch den Torbau auf steil ansteigendem Weg in die Burg - sofern es das Wachpersonal, stationiert im Wächterstübchen mit seinem Ausguckerker, erlaubte. Das Umfeld konnte vom wuchtigen Bergfried aus (16,75 Meter hoch), der im Volksmund "weiße Rübe" genannt wird, optimal kontrolliert werden. Der Zugang in sein Untergeschoß wurde erst Ende des 18. Jahrhunderts eingebrochen. Bis dahin gab es lediglich eine Holzbrücke zwischen der in ca. neun Meter Höhe liegenden Öffnung im Bergfried und der Kemenate an der Westseite. Die Ruine zeigt, daß die "Kasernenbau" genannte Kemenate zweigeschossig und das größte Wohngebäude auf der Burg war. An sie schließt sich im Süden der Palas, das "Bandhaus", mit seinem steilen Dach an. Heute ist in dem stark veränderten Bau das "Museum Otzberg - Sammlung zur Volkskunde in Hessen" eingerichtet. Die Ruine des schmalen, ehemaligen Korporalshauses, das sich vor dem Palas an die Ostseite der Ringmauer anlehnt, soll in den nächsten Jahren wieder aufgebaut werden. Östlich der Durchfahrt befindet sich das Brunnenhaus. Aus dem ca. 78 Meter tiefen Brunnen konnte - erleichtert durch ein 1788 eingebautes Tretrad mit zwei gegenläufigen Eimern, die am Wellbaum hingen - das Was- ser für die Burg geschöpft werden. Gegenüber steht das sogenannte Kommandantenhaus, ein zweiflügeliger winkliger Bau, der an den Talseiten noch zwei Aborterker hat. Im Obergeschoß mit schönem Fachwerk, im Erdgeschoß massiv www.recaid.co.uk ausgeführt, beherbergt er einen traditionellen Gaststättenbetrieb. Mit dem Bau der Gipfelburg auf dem Otzberg wurde mutmaßlich um das Jahr 1200 begonnen. Zum ältesten Teil der Anlage gehört der Bergfried. Das "Bandhaus" entstand wahrscheinlich im frühen 15. Jahrhundert. Die Errichtung der Ringmauern erfolgte im Verlaufe des 16. Jahrhunderts, ihr Baufortschritt ist an Datierungen auf den Quadern rundherum abzulesen. Parallel dazu unternahmen die Pfälzer den endgültigen Ausbau der Burg, die seit 1624 schließlich weitgehend unverändert blieb. Während der Pfälzer Fehde hatte Landgraf Wilhelm II. sich als "hessischer Brandmeister" beim Volk einen Namen gemacht, als er im Auftrag des Kaisers die Pfälzer Besitzungen einnahm und 1504 die kampflose Übergabe der Veste vermutlich dadurch erzwang, daß er Hering niederbrannte. Nach der Rückgabe der Burg an die Pfalz war es auch die Bedrohung durch Hessen, die vom Otzberg aus zudem sichtbar in der zur Landesfestung ausgebauten Burg Lichtenberg bestand, die die Pfälzer in der Folgezeit veranlaßte, ihre Burg und das www.watches-uk.co Städtchen wehrhafter zu verstärken. Zur pfälzischen Garnison mit einer festen Besatzung wurde die Burg erst nach 1648. Bis dahin war sie Sitz der jeweiligen Amtmänner gewesen, und ihr ständiges Wachpersonal war lediglich in Krisenzeiten durch die Burgmannen mit ihren Knechten verstärkt worden. Ab 1711 zogen die ersten Veteranen in die Burg ein, denn mit der Stabilisierung der politischen Verhältnisse hatte die Veste Otzberg ihre militärische Bedeutung für die Pfälzer verloren, die sie nun zur Invaliden- bzw. Veteranenkaserne umnutzten. Nach der Übernahme durch Hessen-Darmstadt wurde auf dem Otzberg vorübergehend ein Gefängnis eingerichtet. 1826 wurden Teile der Gebäude auf Abriß verkauft und www.fabsi.co.uk die Anlage schließlich ganz dem Verfall preisgegeben. Die heutigen Ruinen auf der Veste Otzberg sind also nicht das Resultat von Krieg und Eroberung - dem hat die Burg immer standgehalten. Ihre trutzige und schützende Wirkung, die sie über viele Jahrhunderte bewahrt hatte, kann jeder Besucher heute noch nachempfinden. http://operaawards.co.uk/images/shop http://multibelt.co.uk/fut-coins14.asp