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Das Dieburger Badhaus

Ort:64807 Dieburg
Körperpflege und Geselligkeit im Mittelalter Dieburg. Nur wenige mittelalterliche Badehäuser haben sich bis heute erhalten. Im späten 18. Jahrhundert kamen die öffentlichen Badestuben außer Gebrauch. Man baute die Häuser um oder trug die Badeeinrichtung ab. Die Stadt Dieburg kann sich glücklich schätzen, im Besitz eines der wenigen noch erhaltenen Badehäuser zu sein. Der große, zweigeschossige Bau in der Badgasse hat ein massives Erdgeschoss. Hier trat man durch einen Vorraum in die Badstube, die in ihrer frühesten Phase mit einer einfachen Balkendecke ausgestattet war. Nach einem Brand wölbte man die Decken fast aller Räume im Erdgeschoss ein. Dies hatte auch den Zweck, die Deckenbalken vor dem heißen Wasserdampf zu schützen. Möglicherweise markiert die in einem Wappen angebrachte Zahl 1594 in einem Gewölbescheitel diese bauliche Veränderung. An die Badestube schließt sich, durch eine Wand getrennt, eine weiteres Badelokal an. Wie in der vorderen Stube wird das Gewölbe auch hier von einer Sandsteinsäule gestützt. Ob fake watches uk die Unterteilung des Baderaumes in zwei Stuben der Aufgliederung nach Männern und Frauen diente, lässt sich nicht nachweisen. Vielleicht hatte die Aufteilung auch funktionelle Gründe. Mit Sicherheit ist anzunehmen, dass in der Badestube Dampf- und Schwitzbäder oder Wannenbäder in großen Holzbottichen angeboten wurden. Ein Brunnen direkt in der Badestube sorgte  für frisches und sauberes Wasser. Das Obergeschoss des Dieburger Badhauses war in Fachwerk erbaut. Die dendrochronolgische Datierung der Hölzer weist die Aufrichtung in das Jahr 1579. Im Brüstungsbereich der vielen Fenster finden sich Andreaskreuze, bis heute ein Symbol für Mehrung und Multiplikation. Schön zu erkennen auch die ?Mann-Figuren? an der Giebelseite, die, über Eck konstruiert, bis zur Traufseite reichen. Der hohe Schwebegiebel fiel wie so viele in Dieburg der barocken Umgestaltung zum Opfer. Bei der Sanierung hat man das abgewalmte Dach wieder zu einem spitzen Giebel rekonstruiert. So vermittelt das Badhaus dem Betrachter heute eine Vorstellung vom Aussehen der hohen Schwebegiebel, die im Mittelalter den Markt und die Straßen säumten. Die Fachwerkfreilegung im Giebelbereich ließ die Notwendigkeit einer Schindelverkleidung rasch erkennen. Zu schnell hatte das omega replica Fachwerk, der Wetterseite ausgesetzt, wieder Schaden genommen. Die ockerfarbene Fassung der Balken mit rotem und schwarzem Begleitstreifen wurde nach Befunden rekonstruiert: Wer genau hinschaut, entdeckt an der südlichen Traufseite montres repliques noch die Originalfarben. Im Badhaus gab es neben dem Badlokal, Feuerungs- und Heizraum noch Räumlichkeiten für die medizinische Behandlung und Körperpflege. So konnte man sich dort scheren und rasieren lassen. Ferner führte der Bader einfache Wund - und Heilbehandlungen wie die Blutentleerung durch Aderlass oder Schröpfen durch. Badehäuser waren aber auch beliebte Treffpunkte für die Bürger, deren Privathäuser im Mittelalter nur in Ausnahmefällen eine Badevorrichtung aufwiesen. So bot das öffentliche Badehaus Gelegenheit zu geselligem Zusammensein war Treffpunkt. Ein interessanter Befund im Obergeschoss des Dieburger Badhauses könnte ein Hinweis auf die Nutzung der Räumlichkeiten über dem Badelokal geben: An einer Wand entdeckte man eine 35 Zentimeter hohe replica breitling uk aufgemalte Frauenfigur. Die Attribute Schwert und Rad kennzeichnen sie als Heilige Katharina. Diese Nothelferin findet sich häufig in Zusammenhang mit Stiften und Spitälern. Möglicherweise diente auch das Obergeschoss des Dieburger Badhauses der Versorgung von kranken Bürgern.