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Bollwerk

Ort:64404 Fischbachtal
Als Landgraf Georg 1. 1567 sein Erbe antrat, übernahm er eine zur Landesfestung ausgebaute Anlage, denn zu der ursprünglichen Katzenelnbogener Burg war 1503 ein mächtiger Geschützturm im Westen der Burgsiedlung hinzugekommen. replique rolex Mit dem Erbe der Katzenelnbogener Grafschaft 1479 hatte Hessen deren mächtige Stellung an Main und Rhein übernommen und seinen Einflußbereich in den Süden ausgedehnt. Unter Landgraf Wilhelm II, dem Großvater Georgs I., wurde diese Machtstellung in der Region verfestigt. Er war es, der in der Pfälzer Fehde Bickenbach und Umstadt eroberte. In seine Regentschaft fällt auch der Ausbau der Burg Lichtenberg zur Festung und die deutlich sichtbare Stärkung der Verteidigungskraft durch den Bau des mächtigen Bollwerks. Der freistehende Batterieturm steht 400 Meter westlich vor dem Schloß auf einem vorgelagerten Bergsporn. Die Verbindung zu den Mauern der Schloßbefestigung wurde ursprünglich durch einen starken Palisadenzaun hergestellt. Den zweigeschossigen Turm, dessen Mauern eine Stärke von 5,90 Meter haben, schließt ein Zinnenkranz ab. Über dem Eingang ist vor dem ersten Stock ein Ausgußerker vorgebaut. Aus ihm konnte heißes Wasser, vielleicht auch Pech, auf Angreifer gegossen werden. Verziert ist er mit spätgotischem Maßwerk. Die zentralen Innenräume, in denen die Geschütze Aufstellung fanden, sind überkuppelt und haben in ihrem Scheitel Abzugsöffnungen für den Pulverdampf. Das Bollwerk ist ein eindrucksvolles Monument der Festungsarchitektur, die sich im 16. Jahrhundert durch das Aufkommen der Feuerwaffen einer neuen Herausforderung stellen mußte.