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Schloss Fechenbach

Ort:64807 Dieburg
Das "Fechenbach`sche Schloss" in der Altstadt von Dieburg trägt seinen Namen eigentlich zu Unrecht. Zwar bewohnten die Freiherren von Fechenbach als letzte Eigentümer aus dem Adel das Schloss und gaben ihm seine heutige Gestalt. Sie waren jedoch nur knapp 100 Jahre Herren dieses stattlichen Anwesens. Den weitaus größeren Teil seiner Geschichte befand sich das Gebäude und seine Vorgängerbauten, die ihre Spuren in der heutigen Substanz hinterlassen haben, im Besitz eines stadtgeschichtlich noch bedeutsameren replique patek philippeAdelsgeschlechtes, nämlich dem der Ulner (oder Ullner). Auf sie weist der Name der Straße hin, an dem das Gebäude errichtet wurde: Aus der Ulnergasse wurde im Volksmund Eilergasse, welche sich im Laufe der Zeit sprachlich zur Eulergasse und schließlich zur heutigen Form Eulengasse entwickelte. Die Ulner waren also eines der ältesten und vornehmsten Adelsgeschlechter der Stadt. Als Burgmannen wohnten die Vorfahren der Ulner auf dem Areal des heutigen Albinischen Schlosses. Um 1310 kam die Stadt in den Besitz des Mainzer Erzbischofs; die Familie hatte nun ihren Sitz an den Winkel zwischen Stadt- und Zwingermauer der Burg, in der Nähe der Stelle, wo die Gersprenz in die Stadtbefestigung eintritt (Bachsprung). Ihr dortiges Wohnhaus bildet die Keimzelle des heutigen Schlosses. Hartmann von Ulner baute das Gebäude zu einem Renaissance-Wohnhaus aus. 1717 ließ Pleikard von Ulner wiederum dieses Gebäude niederlegen. An seiner Stelle wurde ein dreiflügliges Schlösschen in den Formen des Spätbarock errichtet. Dieser Bau stimmte im Umriß bereits mit dem heutigen Schloss überein. Aus dieser Bauphase stammt auch das Allianzwappen der Familien Ulner und Haxthausen mit der Jahreszahl 1717 im gesprengten Giebel über dem Ehrenhofportal. 1771 verschwand mit dem Tod des letzten direkten männlichen Nachkommen auch der Name der Familie Ulner aus Dieburg. Durch Heirat gelangte das Schloss in den Besitz Friedrich Wilhelms von Dalberg, des Begründers der Deutschen Gesellschaft in Mannheim, dessen Tochter es 1842 an den Freiherrn Friedrich Karl Joseph von Fechenbach veräußerte. Dieser ließ das Schloss 1861 durch Kreisbaumeister Krauß für seinen Sohn Hugo im klassizistischen  Stil ausbauen. Das Schloss diente in diesem Zustand bis 1939 als Wohnsitz der Freiherren von Fechenbach. In diesem Jahr verkaufte Karoline Freiin von Fechenbach es an die Stadt Dieburg. 1951 wurde das Gebäude erneut renoviert, bevor das Stadt- und Kreismuseum der Stadt Dieburg zusammen mit einigen weiteren Einrichtungen einzog.  Schloss Fechenbach ist als Kultur- und Veranstaltungszentrum mit musealem Schwerpunkt konzipiert. Dabei gehen die Tradition des Schlosses und seine moderne technische Ausstattung eine gelungene Verbindung ein. Die inhaltliche Vermittlung der archäologischen und volkskundlichen Sammlung erfolgt durch neue Formen der Museumsgestaltung: Der Besuch wird zum Erlebnis, vermittelt die Wurzeln der Vergangenheit und gibt Orientierung für die Zukunft.