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Freilichtmuseum Römische Ausgrabungsstätte Haselburg

Ort:64739 Höchst-Hummetroth
Die villa rustica "Haselburg" bei Hummetroth im Odenwald Unter den rund 300 in Hessen bisher bekannten römischen Villen - villae rusticae, ganz in der Art heutiger Aussiedlerhöfe einzeln liegende Gutshöfe oder größere Gutsbetriebe, von denen aus fake watches sale das Land bewirtschaftet wurde - ist die "Haselburg" bei Hummetroth eine der größten Anlagen. Die Ruinenstätte war seit der Römerzeit stets sichtbar. Ihren Namen erhielt sie von den Haselbüschen, die auf den verfallenen Mauern wuchsen. Durch Ausgrabungen des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen wurde zwischen 1979 und 1985 das www.watches-uk.co Herrenhaus freigelegt und anschließend rekonstruiert. Um eine Vorstellung der Ausmaße der Anlage zu erhalten wurden vor wenigen Jahren die Ecken der Umfassungsmauer rekonstruiert. Um die Lage und Form von Nebengebäuden zu erforschen werden seit einiger Zeit geophysikalische Untersuchungen vorgenommen, die bereits erfolgreich waren. Datierung: Der Gutshof entstand wohl im zweiten Viertel des 2. Jahrhunderts n. Chr., als das Hinterland des Limes als gesichert angesehen werden konnte. Sein Ende fand der Hof, wie die anderen römischen Siedlungen im rechtsrheinischen Gebiet um 260 n. Chr., als unter Ansturm germanischer Stämme der Limes aufgegeben und die Grenze an den Rhein zurückverlegt wurde. Lage: Die Haselburg lag zwischen 10 und 16 www.fabsi.co.uk km entfernt zum Limes, der römischen Grenze und somit auf dem Gebiet des zivilen Verwaltungsbezirkes civitas Auderiensium mit replica watches store dem Hauptort Dieburg, gegründet zwischen 120 und 130 n. Chr. Zum Bauplatz eines Gutshofes wählte man in der Regel einen sonnigen Hang oder eine beherrschende Höhe mit schöner Aussicht. Die Anlage: Die Umfassungsmauer mit Seitenlängen zwischen 182,50 und rund 190m umschließt einen fast quadratischen Hofbezirk von knapp 3,5 Hektar Fläche. In der Nordwestseite der Anlage konnte ein Tor mit 3,60 m Durchfahrtsbreite aufgedeckt werden, dessen genauere Gestaltung unbekannt ist. Das Hauptgebäude, das Wohnhaus des Besitzers, in der Regel ein wohlhabender Mann, der hier möglicherweise nur seinen Landsitz hatte und sonst in der Stadt, dem Verwaltungssitz Dieburg tätig war, geht in seinem Grundriss auf den in diesen Breiten ungewöhnlichen und von den Römern aus dem östlichen Mittelmeerraum übernommenen Typ des Peristylhauses (Säulenumgang) zurück. Die Ausstattung war prächtig mit Wandmalereien und verglasten Fenstern. Außen war der Bau weiß verputzt und der Sockel rot gestrichen. Einige Räume waren durch Hypokaustenanlagen geheizt Eine Hypokaustenanlage bestand aus einem auf www.italife.co.uk Ziegelpfeilern hohl liegenden Estrichfußboden. In Feuerungskanälen (praefurnium) erhitzte Luft zirkulierte unter diesen Böden und konnte durch kleine Kamine aus Hohlziegeln (tubulus), in den Wänden nach oben abziehen. Die Dächer waren mit best replica watches Ziegeln (tegulae und imbrices) gedeckt. Wichtig, auch für den Betrieb des auf der "Haselburg" angelegten Bades, war die Versorgung mit Frischwasser. Die im Westen des Gutshofes liegenden Quellen konnten dazu dienen. Eine Wasserleitung hat sich allerdings noch nicht gefunden. Das an der Südwestecke angebaute Badegebäude ist über die Säulengänge des Gartenhofes erreichbar, in deren Apsiden sicher Statuen standen. Das Bad enthält alle Räume, die auch in großen Thermen zur Verfügung standen. Gewöhnlich badete man von Warm nach Kalt, doch war dies dem Geschmack des einzelnen überlassen. Nicht ganz sicher ist die Deutung des an den Umkleideraum anschließenden großen Raumes als Schwitzbad. Möglicherweise war es ein weiterer gering geheizter Raum (tepidarium) und diente als Winterumkleideraum (apodyterium). Über dem Feuerungskanal des Heizraumes saß ein großer Kessel (testudo) zur Heißwasserbereitung. Wie sinnreich und überlegt die ganze Anlage errichtet war, sieht man daran, dass das ablaufende Wasser der Wanne des Kaltbades zugleich zur Spülung der Toilette genutzt wurde. Der östlich vom Peristyl liegende Bauteil mit einem Keller war sicher ein Wirtschaftstrakt mit Küche, Vorratsräumen, Öfen, Herden etc.. Seine einzelnen Bauphasen und sein Aufbau, wahrscheinlich ein großer, hallenartiger Bau mit Pfostenstützen und Inneneinteilung, sind noch nicht geklärt, und es lässt sich bisher nicht sagen, welche Mauern überhaupt gleichzeitig bestanden haben und wie der Keller in den Komplex eingebunden war. Der Kultbezirk: Ungewöhnlich groß war die Jupitergigantensäule des Gutshofes, die in einem rund 17 mal 10m großen rechteckigen, durch eine Innenmauer geteilten Mauergeviert stand. Als Glücksfall kann es gelten, dass hier einmal der genaue Standort einer Säule festgestellt worden ist. Meist finden sich nur die Bruchstücke, der als heidnische Götzenwerke zerschlagenen und vergrabenen Säulen, welches Schicksal auch die Säule von der "Haselburg" erlitten hat. Die Bewirtschaftung: Die eigentlichen Wirtschaftsgebäude des Gutshofes sind noch nicht ergraben, mit Ausnahme einiger östlich des Hauptgebäudes an die Umfassungsmauer angelegten schuppenartigen Überdachungen. Von diesen war ein Raum aus Stein gebaut, die anderen nur an Unterlegsteinen für Holzpfosten erkennbar und unbekannt, ob offen oder mit geschlossenen Wänden. Ein Wasserbecken unterhalb des Hauptgebäudes mag Wirtschaftszwecken gedient oder auch nur Wasser für einen Nutzgarten oder zur Tränkung des Viehs geliefert haben. Innerhalb des ummauerten Hofareals sind weiterhin Stallungen, Speicher, Geräteschuppen und Unterkünfte für die Sklaven anzunehmen. Lebensgrundlage auch dieses großen und reichen Gutshofes war die Landwirtschaft. Daneben hat man möglichst viel der benötigten Geräte, Werkzeuge und Kleidung im Haus selbst hergestellt, und es mag, wie auch bei anderen größeren Gutshöfen, außerhalb der landwirtschaftlichen Saison eine weitere spezialisierte Produktion hinzugekommen sein. Für die "Haselburg" böte sich hier wegen ihrer Lage bei einem der wenigen Kalkvorkommen des Odenwaldes, Kalkbrennerei und Ziegelproduktion an. Ein Beweis liegt bisher jedoch nicht vor. Ein großer römischer Gewerbebetrieb käme wegen der ungünstigen Verkehrslage, die Antike nutzte für schwere Lasten den Wasserweg, nicht in Frage. Immer notwendig war jedoch die Versorgung der Bevölkerung in den größeren Siedlungen und Städten und der Truppen am Limes mit Lebensmitteln. Daran wird auch die villa rustica "Haselburg" ihren Teil beigetragen haben.   Die Römer in der Region Starkenburg  zwischen 85 und 260 n. Chr.   Unter dem römischen Kaiser Augustus, zwischen 16 und 13 v. Chr., rückten die römischen Legionen aus dem Inneren Galliens an den Rhein vor. Der Strom sollte die Basis für ein Unternehmen bilden, das das Ziel hatte, Germanien bis hin zur Elbe in das römische Weltreich einzubeziehen. Der Plan scheiterte jedoch u.a. durch den plötzlichen Tod des Drusus 9. v. Chr. und durch die Niederlage des Varus in der sog. Schlacht im Teutoburger Wald bei Kalkriese 9 n. Chr. Der Rhein wurde zur Grenze des Reichs, gesichert durch Truppenlager auf dem linken Ufer, z.B. dem Legionslager Mainz. Während der Chattenkriege des Domitian (83-85 n. Chr.) werden endgültig die rechtsrheinischen Provinzgebiete erobert. Die römische Provinz Germania superior wird gegründet. In diese Zeit fällt auch der Anfang des Limes, der römischen Grenzlinie. Unter der Regierung des Kaisers Trajan (98-117) werden die ersten Civitates (Verwaltungsbezirke) im hessischen Raum eingerichtet. Unter der Regierung Hadrians (117-138) wird das römische Dieburg (MED....) gegründet. Nun beginnt die "Blütezeit" der Provinz. Zwischen 235 und 259 wächst der Druck der Alamannen auf die römische Provinz. Ab 260 räumen die Römer den obergermanischen Limes. Der Rhein wird wieder Grenze des Imperiums.