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Evangelische Pfarrkirche (ehem. St. Nikolaus)

Ort:64832 Babenhausen
Babenhausen erblühte, als es von Philipp dem Älteren von Hanau 1458 zum Regierungssitz erwählt wurde. Das war der Beginn einer allgemeinen regen Bautätigkeit in der Stadt, die auch den repräsentativen Umbau der Stadtkirche einschloss. An ihrer reichen Innenausstattung wird der Einfluss des Grafengeschlechts deutlich, so durch das teilweise erhaltene Herrschaftsgestühl und besonders durch die zahlreichen Grabplatten. Denn die Hanauer und Hanau-Lichtenberger Grafen hatten die Kirche in Babenhausen zu ihrer Grablege bestimmt. Die evangelische Pfarrkirche, früher dem Hl. Nikolaus geweiht, steht frei auf einem kleinen Platz, dem ehemaligen Kirchhof, an der alten Hauptstraße, die das Hanauer Tor im Norden mit dem Bachtor im Süden verband (das Straßenniveau lag ursprünglich um ca. 1,30 Meter tiefer). Dem romanischen Vorgängerbau war schon 1383 ein lang gestreckter gotischer Chor und ein Turm, auf älteren Fundamenten, angebaut worden. Später, wahrscheinlich Mitte des 15. Jahrhunderts, wurde die Chorkapelle, heute Sakristei, hinzugefügt. 1472 schließlich folgte die Errichtung des neuen Langhauses. Mittelschiff und Chor bekamen ein gemeinsames hohes Satteldach, während die Seitenschiffjoche eigene Zwerchdächer erhielten. So sind es die Giebel, die die Fassaden dominieren, auch den Turm krönen vier Giebel vor dem eingezogenen Heim. Ausmalung und Ausstattung der Kirche sind von besonderer Bedeutung, es finden sich zum Teil herausragende Zeugnisse der Kunst vom ausgehenden 14. Jahrhundert bis in die Neuzeit. Für die Region einzigartig ist der Babenhäuser Flügelaltar von 1518 mit seinen Reliquienbüsten und Armreliquiaren. Er wurde von Gräfin Sibylla von Hanau-Lichtenberg in Auftrag gegeben. Wer ihn schuf, ist bisher unbekannt. Sicher waren es mehrere Künstler einer Werkstatt, die sowohl unter dem main-fränkischen Einfluss des Tilman Riemenschneider wie auch unter dem Mainzer Einfluss des Hans Backoffen stand. Der hallenartige Charakter des Langhauses - flachgedeckte, in der Höhe nur gering unterschiedene, von weiten Arkaden getrennte Schiffe weist eine starke Ähnlichkeit mit denen der Kirchen von Groß-Umstadt, Kleestadt und Hitzkirchen (Kreis Büdingen) auf und ist in seiner eigenen Art auf den südhessischen Raum begrenzt. air max 90 pas cher air max 1 pas cher